Da wo der Wind weht

18.9.2022 Waldkirchen – Hauzenberg

5,5 Std. ( Gehzeit 3,5 Std.), 16,2 km , 490 Hm bergauf, 570 Hm bergab

Für mich spät , verlasse ich um 9,15 Uhr das Hotel mit einer leckeren Verpflegung und mache mich bei den ersten Sonnenstrahlen auf den Weg, der heute etwas kürzer ist. Kurz hinter dem Ort geht es leicht bergauf in den Wald , an einer Kapelle

vorbei zur Haller Alm. Auch hier macht sich, wie sich noch an vielen Orten , das asiatische Springkraut breit und verdrängt alle anderen Pflanzen, selbst wilder Brombeer hat keine Cancen.

Durch einen schönen Buchen-, Fichten-, Tannenwald geht es bergauf. Ich treffe auf einen
jungen Mann, der illegalerweise eine hohe Fichte fällt und mich auffordert doch weiter zu gehen als ich stehenbleibt und ihm zuschaue.
Später treffe ich auf ein uriges Häuschen und einen ebenso urigen Teichzaum.

Ich sehe ein paar Schritte später, dass ich am Oberfrauenau – Wildniscenter angekommen bin, wo die Bogenschützen auf Kunststoffwild schießen.

Steil auf Asphalt bergauf, geht es dem Aussichtsturm entgegen. Ich komme aus dem Wald, sehe die Bergwachthütte und eine in den Steilhang geschobene Piste zum Aussichtstum am Oberfrauenwald (947,7 m ).

Schnaufend komme ich oben an und bin wieder auf dem Goldsteig. Hier weht ein heftiger Wind und es ist kalt. Ich ziehe meine Vliesjacke an und besteige den Turm – genieße die Aussicht

und gehe schnell wieder nach unten – mir ist richtig kalt! Ich ziehe auch noch meine winddichte Regenjacke über und mache unterhalb des Turms auf einer Bank Mittagspause. Über einen zerrütteten Weg geht es steil bergab nach Oberfrauenwald , ein paar Häuser im Nichts. Auf einer Bank pausieren ich noch mal – habe ja so viel Zeit. Obwohl ich viel entspannter gehe als vor 5 Wochen und häufiger stehen bleibe, Pausen mache, bin ich noch immer früher am Ziel als geplant.
Durch einen von Erntefahrzeugen zerwühlten Buchenwald

geht es steil bergab, bis ich wieder auf eine offenere Landschaft treffe.

An einer kleinen Kapelle mitten im Wald vorbei treffe ich bald auf den Freudensee.

Auf einer Bank genieße ich das Nichtstun , um dann die letzten 2,5 km bis Hauzenberg, der Granitstadt, zu bewältigen. Vor allen die letzten 600 m an einer steil ansteigenden Straße entlang sind öde und anstrengend.
Aber dann bin ich in der Innenstadt, am Rand der Fußgängerzone (menschenleer)

am Hotel Zum Stemplinger Hansl angekommen, wo ich nett empfangen werde und ein tolles Zimmer beziehe.

Ein Zimmer in einem alten Haus mit Gewölbedecken und super modern , mit viel Holz , eingerichtet. Das Restaurant und dazu gehörende Cafe ebenso. Dort esse ich Abends gut.
Morgen werde ich mich mit dem Aufbruch nicht beeilen, ist Passau doch nur 6 Stunden entfernt.

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